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Feuchte- und Schimmelpilzschäden
Tauwasserausfall an Bauteilen kann zu Bildung von Schimmelpilz führen. Zur Vermeidung von Schimmelpilzwachstum im Innenraum ist die Reduktion der Feuchte im Material bzw. auf seiner Oberfläche von entscheidender Bedeutung. Feuchteschäden und Pilzbefall wirken sich negativ auf die Bausubstanz aus. Im ungünstigsten Fall ist sogar die Statik des Hauses gefährdet. Die allergologischen und umwelttoxikologischen Aspekte lassen sich mittels einer mikrobiologischen Laboruntersuchung klären, dies gilt auch bei vermutetem, nicht sichtbaren Befall. Eine Gefahr geht sowohl von den Sporen, dem Schimmelpilz als auch von dessen Stoffwechselprodukten (Mykotoxine + MVOC) aus. Die gasförmigen Stoffwechselprodukte (MVOC) sind leicht flüchtig. Sie durchdringen selbst Barrieren (Wände, Decken, Böden) und belasten die Raumluft auch in angrenzenden Wohnungen/Zimmern. Schimmelpilzquellen im Innenraum sind grundsätzlich zu entfernen. Eine bloße Abtötung von Schimmelpilzen reicht nicht aus, da auch von abgetöteten Schimmelpilzen allergische und reizende Wirkungen hervorgehen können. Teilweise treten die gesundheitlichen Beschwerden erst nach der Sanierung von Feuchtigkeitsschäden auf oder verstärken sich in der Zeit danach. Dies wurde beobachtet, wenn das mit Mikroorganismen bewachsene und zunächst feuchte Material nur getrocknet, aber nicht entfernt wurde.
Schimmelpilzbefall in Wohnräumen gilt als Mietmangel. Über die Ursachen und die Frage, wer für die Behebung der Schäden aufkommt, entsteht zwischen den Mietparteien häufig Streit. Ich ermittle für Sie, ob die Entstehung des Schimmelpilzes durch das Nutzerverhalten hervor gerufen oder baulich bedingt ist. Befallsursachen sind z. B.:

• Wärmebrücken
• zu hohe Baufeuchte, mangelnde Bauaustrocknung
• Planungs- und Ausführungsfehler
• fehlerhafte Altbausanierung
• falsches Lüften und fehlerhaftes Nutzerverhalten
• Wasserschäden

Als Mieter können Sie sich nach § 536a BGB die Kosten für mein Gutachten* vom Vermieter erstatten lassen, sobald dieser mit der Schadensbehebung in Verzug und die Ursache des Schimmelpilzbefalls baulich bedingt ist bzw. der Mieter nachweislich hierfür nicht verantwortlich ist. Zur Beweisführung ist es zunächst wichtig einen Sachverständigen zurate zu ziehen, welcher die Ursache und das Ausmaß des Schadens feststellt.
Mit meinem Angebot zur Feuchtigkeits- und Schimmelanalyse* biete ich Ihnen bereits für 60 € (zzgl. 19% MwSt. und Fahrkosten) bei der Erstbesichtigung eine grobe Einschätzung zur Schadensursache. Dabei werden Momentanmessungen von Temperatur und Feuchtigkeit vorgenommen. Zugleich berate ich Sie zum richtigen Nutzerverhalten, zur weiteren Vorgehensweise und beantworte Ihre Fragen. Das veranschlagte Zeitbudget vor Ort beträgt eine Stunde. Als Mieter und Empfänger von staatlichen Transferleistungen (BAföG, Alg 2, Sozialhilfe, Wohngeld usw.) erhalten Sie auf Anfrage eine preisliche Ermäßigung.

Tipps zum richtigen Nutzerverhalten:

Der nachfolgende Text dient der Orientierung und beschreibt ein Nutzerverhalten, welches sich bezüglich der Schimmelproblematik als präventive Maßnahme bewährt hat.

Heizung: Beheizen Sie bitte alle Räume ausnahmslos gleichmäßig warm (mindestens 19 °C) und vermeiden Sie es einzelne Räume nicht zu beheizen. Dies gilt vor allem für Räume mit Außenwänden, da hier Transmissionswärmeverluste wirken. Stellen Sie bitte einmal die gewünschte Raumtemperatur am Thermostat Ihres Heizkörpers ein und belassen Sie diese Einstellung dauerhaft. Moderne Zentralheizungsanlagen besitzen bereits eine voreingestellte Temperaturnachtabsenkung und sind außentemperaturgeführt. Dies bedeutet, dass sie die Wärmeabgabe anhand der Außentemperatur selbstständig regeln. Falls Sie z. B. im Schlafzimmer eine geringere Raumtemperatur wünschen als in den übrigen Räumen dann ist es zwingend erforderlich die Türe des Schlafzimmers dauerhaft geschlossen zu halten, damit nicht die feuchtwarme Luft aus dem restlichen Teil der Wohnung in das kältere Schlafzimmer eindringen kann.

Lüftung: Lüften Sie bitte mehrmals (2–3 mal) täglich alle Räume. Vermeiden Sie bitte die Kippstellung sondern öffnen Sie die Fenster vollständig. Im Winter ist die Dauer einer Lüftung 5 bis 10 Minuten, in der Übergangszeit 15 bis 30 Minuten und im Sommer darüber hinaus. Vermeiden Sie bitte längere Lüftungszeiten damit Ihr Inventar und die Bausubstanz nicht unnötig auskühlen und um Energie zu sparen. Die Querlüftung ist am effektivsten. Dabei sind die Raumtüren weit geöffnet und die Fenster der gegenüberliegenden Fassaden ebenfalls. So entsteht ein Luftstrom quer durch die Wohnung. Weniger effektiv jedoch ebenso wirksam ist die Stoßlüftung. Hier ist die Raumtüre geschlossen und die Fenster geöffnet. Der vollständige Luftaustausch braucht etwas mehr Zeit als bei der Querlüftung. Jedoch wird bei der Stoßlüftung die unangenehme Zugluft auf ein Mindestmaß reduziert. Lüften Sie bitte bedarfsgerecht, d. h. beim bzw. nach dem Kochen, Baden, Duschen, Wäschetrocknen, der Bewirtung von Gästen, usw. In der Regel entsteht beim Duschen und Baden der höchste Feuchtigkeitseintrag. Daher ist es wichtig dabei die Badezimmertür geschlossen zu halten, um zu verhindern, dass die feuchtwarme Luft in die übrigen Räumlichkeiten entweichen kann. Nach dem Baden und Duschen ist das Bad wie oben beschrieben zu lüften. Nach dem Lüften ist das Badezimmer wieder mittels Heizung zu erwärmen. Sobald ein gleichmäßiges Temperaturniveau erreicht ist, darf die Badezimmertür geöffnet bleiben. Ähnlich verfahren Sie bitte beim Wäschetrocknen in der Wohnung und beim dampfintensiven Kochen.

Möblierung: Vermeiden Sie bitte Ihre Möbel an Außenwänden aufzustellen, sondern nutzen Sie hierfür die Innenwände. Falls nicht anders möglich, achten Sie bitte unbedingt auf einen Mindestabstand zwischen Möbelstück und Außenwand von ca. 10 cm, damit die warme Heizungsluft auch die Wand hinter dem Möbelstück erwärmen kann.


* Auftragsformular im PDF–Dateiformat, ausfüllbar mit jedem PDF–Leseprogramm.

© Günter Merkel, nach oben, Impressum, Datenschutz